Beaujolais-Fahrt

touristische Fahrt für Lauchringer durch das Land der goldenen Steine.

Beaujolais, das klingt nach Frankreich, das klingt nach Wein, das klingt nach Gemütlichkeit und Gastfreundschaft. All das erlebten 30 Lauchringer bei der jüngsten touristischen Fahrt, organisiert vom deutschen und französischen Komitee. Am Freitagnachmittag startete man in Lauchringen, mit im Bus waren noch 17 junge Basketballer und die Betreuer Feridon und Ingrid Golshani, sowie Filomena Lovisi. Bei strahlendem Sonnenschein und ruhiger Fahrt kam man abends in der Partnergemeinde an und wurde, wie gewohnt, herzlich empfangen und verbrachte den Abend bei den Gastfamilien.

Am nächsten Morgen blieben die jungen Basketspieler in St. Pierre zu einem sportlichen Wettkampf, während der Bus mit den Gästen und vielen Gastgebern nach Oingt im südlichen Beaujolais aufbrach.


Der Weinbau in dieser Gegend ist originell und einzigartig. Drei wesentliche Kriterien bestimmen die Qualität.

  • Schwarze Gamay-Traube mit weißem Saft
  • keine mechanische Weinlese, sondern ca. 35000 Erntehelfer kommen im September für 15 bis 20 Tage in dieses Gebiet.
  • Die Trauben werden ganz verarbeitet, kombiniert mit einer kurzen Mazeration.
    (Maischegärung zur Auslaugung des Traubensaftes aus der Traube, zum Teil in erwärmtem Zustand, dadurch wird der Geschmack und die Qualität beeinflusst.)

  • Der Weinberg wurde im Jahr 832 gegründet.

    Es ist die Färbung des Gesteins, die den Charakter der goldenen Steine in dieser Gegend entstehen lässt. Sie stammt von dem Anteil an Eisenoxyd im Gestein. Alle Häuser, Türme und Mauern sind aus diesen Steinen gebaut.

    Oingt, das Wunder der goldenen Steine

    Oingt liegt auf einer Höhe von 360 m bis 650 m. Es ist ein sehr schönes restauriertes mittelalterliches Dorf, das unter Denkmalschutz steht. Vom Turm aus hat man einen schönen Blick ins Tal Azuergues.
    Schon die Römer haben den Weinbau in diesem Gebiet begründet.

    Einige Gebäude stammen noch aus dem Mittelalter:

  • Der Bergfried (12 Jhd.) mit einer Höhe von 18 m, wurde vor 1193 erbaut.
  • Das Nizytor (13. Jhd) wurde im 15. Jhd umgebaut.
  • Vom Fürstenhaus (13. Jhd.) blieben nur die Süd- und Ostmauern des Fürstenhauses übrig.
  • Die Kirche mit ihren goldenen Holzstatuen wurde zuletzt im 18. Jhd erweitert und umgebaut.

  • Nach dem Aufstieg zum Bergfried, durften wir den Turm besteigen und eine Führerin erklärte die Besonderheit der Bauweise und die Baustile, während Monika Franck und Monika Studte für alle übersetzte. Von oben hatte man einen herrlichen Ausblick über die Landschaft, die Berge der Umgebung und das Dorf mit seinen roten Ziegeldächern.
    Anschließend ging es in die Kirche. Ursprünglich war es eine kleine Kapelle, die im Laufe der Jahrhunderte erweitert, vergrößert und umgebaut wurde.
    Das Mittagessen gab es im Restaurant "La Tour Dorée"

    Unsere Tour endete vorläufig in Bully mit einer Weinprobe bei einem privaten Erzeuger. Mr. Joelle Marion zeigte und erklärte die besondere Art den Beaujolais herzustellen, bevor es zur Weinprobe ging. Zum Abschluss konnte bei einem Spaziergang durch die Weinberge noch die Rebanlagen besichtigt werden.

    Am Abend war vom französischen Komitee ein gemeinsames Abendessen aller deutschen Gäste mit den Gastfamilien organisiert worden. Es gab viele Worte des Dankes, Pokale und Urkunden wurden überreicht und es war viel Zeit für die Unterhaltung gegeben.

    Am anderen Morgen musste man schon bald Abschied nehmen. Eine große Mittagspause war in Chambery vorgesehen, die mit einem Stadtbummel ausgefüllt war. Glücklich erreichte man abends die Heimat.